Nachtwanderung vs. Netflix – was ist spannender?

Meine Hypothese:

Jeder, der dieses Micro-Escape ausprobiert, wird eine große Überraschung erleben! Wo auch immer ihr das grade am Lesen seid, werdet ihr denken: „Der hat doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Eine Nachtwanderung soll spannender sein als meine neueste Netflix Serie?“. Probiert es aus und ihr werdet sehen!

Zunächst mal ist es einfach nur ein wunderbares Old-School Micro-Escape. Die meisten unter uns haben bestimmt schon mal eine Nachtwanderung als Kind oder Jugendlicher gemacht: Sei es an Sankt-Martin, auf der Klassenfahrt, nach einer Party oder beim Scheibenfeuer (okay, am Scheibenfeuer wahrscheinlich nur, wenn ihr aus einem kleinen Nest in Südbaden kommt). Langsam wird man erwachsen und vergisst über diese Dinge und sitzt stattdessen zu Hause auf der Couch und der spannendste Moment der Woche findet vermutlich in der neuesten Netflix Serie statt.

Das wollen wir ändern…

Vorbereitung:

  1. Einmal zum Baumarkt fahren oder Amazon bemühen und für alle beteiligten eine Fackel besorgen (Kostenpunkt: schlappe zwei bis drei Euro pro Person).   
  2. Einen Wald in der Nähe finden, den ihr abends noch gut erreichen könnt.
  3. Warm einpacken (Kerstin und ich haben uns gegenseitig übertroffen, da es abends im Moment immer noch eiskalt ist: Lange Unterhose, Jogginghose, Hose, zwei Paar Socke, Longsleeve x 2, Pullover, Daunenjacke und dicke Wintermütze…aber wir sind auch beide Memmen was niedrige Temperaturen angeht).
  4. Los geht’s.

Durchführung:

Wir hatten grade unseren VW-Bus aus dem Winterschlaf in der Eifel abgeholt und für die Nacht an einen traumhaften Stellplatz direkt an einem Waldrand angesteuert. Ihr könnt natürlich auch den Königsforst oder jeden x-beliebigen Wald in eurer Nähe nehmen.

Nachdem wir kurz kämpfen mussten, um die Fackeln im Wind zum Brennen zu bekommen, sind wir losgestiefelt in den Wald. Das Fackellicht sorgt für eine gruselige Stimmung. Im Gegensatz zu einer Stirnlampe ist man relativ blind bis auf einen Umkreis von zwei bis drei Metern. Man nehme noch ein altes Steinkreuz im Wald, das Krächzen der Vögel und das Knarzen der Bäume hinzu und es reicht schon völlig aus, um zwei Erwachsenen Großstädtern einen wohligen Schauer den Rücken hinunterlaufen zu lassen.

Immer wieder faszinierend, wie die Dunkelheit einen harmlosen Wald plötzlich in einen Ort verwandelt, an dem potenziell hinter jeder Buche ein Axtmörder oder eine Hexe lauern könnte. Glücklicherweise sind wir dann aber doch nach einer halben Stunde wieder lebendig aus dem Wald gekommen und waren dann auch nicht traurig darüber, als wir wieder zurück am VW Bus waren.

Varianten für besonders Mutige:

Wem die Standardvariante noch nicht reicht, empfehle ich folgenden Varianten:

  • Trennt euch zwischendrin für … Meter. Eine Person geht alleine vor, die andere Person kommt alleine hinterher.
  • Macht dieselbe Variante wie zuvor, allerdings ohne jegliches Licht (dafür bitte einen geraden Feldweg oder eine Wiese nehmen! Möchte keine Leser verlieren, weil sie in irgendwelchen Böschungen abgeschmiert sind).
  • Sucht euch einen gruseligen Ort zum Erkunden: in der Dunkelheit reicht dafür in der Regel schon ein kleiner Tümpel, eine alte Hütte, etc.
  • Erzählt euch währenddessen Horrorgeschichten.
  • Königsdisziplin: Macht die Nachtwanderung alleine.

Ich garantiere euch, dass euch in der einen oder anderen Situation ein Schauer den Rücken herunterläuft! Allerdings müsst ihr dafür tatsächlich den Hintern von der Couch hochbekommen, Netflix für einen Abend alleine lassen und es ausprobieren! Ansonsten werdet ihr mir nicht glauben 😉

Falls euch also in nächster Zeit die blutrünstigen Serien bei Netflix nicht mehr ausreichen, um euch einen wirklichen Schrecken einzujagen, kauft euch eine Fackel und sucht euch einen Wald in der Nähe.

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Wird verarbeitet …
Erledigt! Sie sind auf der Liste.

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